Mobiles Gesundheitsprogramm

Das mobile Gesundheitsprogramm unterstützt die Kernarbeit der Star for Life-Coaches in den Schulen. Es zielt darauf ab, drei Hauptpfeiler zu stärken – HIV/AIDS-Beratung und -Tests, Überweisungen an externe Gesundheitseinrichtungen und umfassende Gesundheitserziehung. Es ergänzt die Arbeit der Coaches durch vertiefte Gesundheitserziehung für Jugendliche im Rahmen von Workshops, in denen Fragen des sicheren Geschlechtsverkehrs, der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte sowie der körperlichen und emotionalen Veränderungen in der Pubertät direkt angesprochen werden.

Das Programm besteht aus drei Mitarbeitern, einer examinierten Krankenschwester, die das Programm leitet, und zwei HIV-Beratern. Die MHU-Mitarbeiter arbeiten eng mit den Star for Life-Coaches und den Lehrern für Lebenskunde in den Star for Life-Schulen zusammen. Das mobile Gesundheitsprogramm erreicht auch die Gemeinde, in der die Lernenden wohnen. Durch Kampagnen und spezielle Maßnahmen kann das MHU die Gemeinde erreichen, um die Eltern der Lernenden und andere Gemeindemitglieder einzubeziehen. Damit soll sichergestellt werden, dass relevante Informationen weiterhin in der Gemeinde verbreitet werden und dass die Menschen aufgeklärt und mit korrekten Informationen versorgt werden. Wir hoffen, die Eltern zu ermutigen, mit ihren Kindern über gesundheitsbezogene Themen zu sprechen.

Die Situation in Bezug auf HIV und AIDS hat sich seit dem Höhepunkt der Pandemie in Südafrika und Namibia zwischen 2004 und 2007 dank der gemeinsamen Anstrengungen von Regierungen, internationalen Organisationen und Organisationen wie Star for Life erheblich verbessert. So konnte beispielsweise die Zahl der Neuinfektionen und der AIDS-bedingten Todesfälle um etwa die Hälfte reduziert werden. Aber natürlich ist alles relativ. Die Zahlen sind immer noch sehr problematisch, vor allem für die jungen Frauen. Die Gefährdung von Mädchen und jungen Frauen im Zusammenhang mit HIV und AIDS ist im gesamten südlichen und östlichen Afrika ähnlich.

Einer der Hauptgründe dafür ist vermutlich der fehlende oder eingeschränkte Zugang zu jugendgerechten Gesundheitsdiensten. Junge Menschen berichten, dass sie sich stigmatisiert und diskriminiert fühlen, wenn sie in ihren Gemeindekliniken sexuelle Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen.

Als Reaktion darauf hat Star for Life 2010 seine erste mobile Gesundheitseinheit in KwaZulu-Natal, Südafrika, ins Leben gerufen. Ihr Hauptzweck war es, jugendfreundliche Gesundheitsdienste für die Schüler der Star for Life-Schulen zu entwickeln. Das Programm in KwaZulu-Natal lief bereits fünf Jahre lang, als eine Evaluierung durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass das Programm dazu beitrug, die HIV-Infektionsrate unter jungen Menschen zu senken und das Wissen über HIV/AIDS zu verbessern. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurde das Programm mit weiteren Mitteln ausgestattet, um es auf andere Star for Life-Standorte – die Provinz Gauteng und Namibia – auszuweiten.

Facts and reports about health:

Key statistics from South Africa for the year 2018 (source: UNAIDS):

  • HIV prevalence among people aged 15-49 was 20.4%
  • In total, 240.000 people were newly infected by HIV
  • Among youth aged 15-24 years, the number of girls that were newly infected was more than double that of the boys (69.000 compared to 25.000). In general, about 190 girls and young women were infected every day.
  • Less than half of youth (15-24 years) were able to correctly ways of preventing HIV transmission.

The situation in Namibia is very similar to that in South Africa, although the absolute numbers are smaller due to the much smaller population. The vulnerability of girls and young women in the context of HIV and AIDS is similar across the whole of Southern and Eastern Africa.